Meine Telekom-Alternativen
@timohetzel Also der Telekom Typ hat die Kunden zur Abstimmung per Kündigung aufgefordert, weil das für ihn die einzige Messgröße darstellt.
— wacholderpolka (@wacholderpolka) May 5, 2013
Wenn ich denn nun kündigen wollte (ich will, Vertrag läuft noch bis 2014), wie sähe es mit den Alternativen für mich aus, ohne selbst den Spaten in die Hand zu nehmen, wie es der Telekom-Sprecher so schön ausdrückte? Ich brauche für den Betrieb hier eine unterbrechungsfreie Versorgung. Ohne Netz gibt es kein Bits und so.
Glasfaser von M-net
Mein Favorit, die Stadtwerke München/M-net sind dabei, München mit einem eigenen Netz zu versorgen. Wann sie hier, am buchstäblich letzten Haus vor dem Ortsschild angekommen sind, sollte man wohl in Jahren messen, flüstert mir ein Vögelchen. Das Warten sollte sich aber lohnen. M-net ist sich selbst laut offizieller Ansage der Tatsache verpflichtet, dass es nur ein Kabel ist.
3G/LTE
Abgesehen von den nicht existenten Tarifen ist auch im Gebäude kein Empfang möglich. Ein, zwei Balken Edge sind schon das höchste der Gefühle.
VDSL bei O2/Vodafone
Die beiden Wettbewerber laufen auf der angemieteten Telekom-Leitung. Allerdings ist im Gebäudeanschluss keine Leitung mehr frei. Das heißt, die Telekom müsste von meiner jetzt genutzten Leitung runter und den Konkurrenten drauflassen. Ob das ohne Unterbrechung von statten gehen wird? Auf einen ungesicherten Versuch werde ich es nicht ankommen lassen.
Kabel Deutschland
Bringt die Gemüter wohl zum Kochen, vor allem dort, wo es einfach dauergestört oder langsam ist. Anderen missfällt das schäbige Shaping bei Speedtests und die Drosselung von Filesharing ab 60GB/Tag. Teilweise mag das auf einem Shared Medium wie dem Fernsehkabel gerechtfertigt sein, die fehlende Offenlegung der Eingriffe geht natürlich eigentlich nicht.
Laut Hotline ist mein Standort zumindest theoretisch für einen 100/6Mbit-Anschluss ausgebaut, ich habe aber vermutlich einen großen Wohnblock mit vielen potentiellen Störern auf der Leitung zwischen mir und dem nächsten Verteiler. Es bleibt also keine andere Möglichkeit, als es zu testen. Sollte die Leitung gut sein, kann ich vielleicht auch etwas mehr als die 6Mbit Upstream aus der Leitung holen. Ich habe den Geschäftskundenanschluss beauftragt und habe damit für effektiv 35 Euro pro Monat:
- einen Fallback, falls die Telekom eine technische Störung haben sollte
- eine Absicherung für einen wahrscheinlichen, wochenlangen Ausfall bei Umstellung auf einen Telekom-Konkurrenten auf der Kupfer-Doppelader
- Spaßige Bastelmöglichkeiten mit VPN Bonding, meinen Upstream auf vielleicht 16Mbit/s zu beschleunigen