Netzneutrale Alternative zu StreamOn

Bei Zero-Rating-Angeboten verlieren, wie bereits besprochen, alle: Der Anbieter, der Provider und der Kunde.

Folgende Alternative, bei der alle Beteiligten gewinnen, und die Netzneutralität gewahrt bleibt, würde ich vorschlagen:

Auf pass.telekom.de wird eine Option eingerichtet, die die Geschwindigkeit auf StreamOn-Niveau drosselt, also etwa 1,5Mbit/s. Und die Volumensberechnung wird damit auch eingestellt.

Damit lassen sich sehr viele Dienste im Internet vernünftig nutzen. Kein Anbieter muss sich dafür anmelden, das Netz der Telekom wird in gleicher Intensität wie von StreamOn-Nutzern genutzt, und Kunden können flexibel Tag für Tag entscheiden, ob sie lieber schnell oder ohne Volumensberechnung ins Netz möchten.

Als Incentive für Nutzer, teurere Verträge zu nutzen, würde das ebenso funktionieren. Nur in den teuren Tarifen, die jetzt StreamOn enthalten, würde es diesen Schalter geben.

O2 bietet ein ähnliches Modell an. Im O2 Free-Tarif wird zunächst das Inklusivvolumen des Vertrags bei voller Geschwindigkeit abgerechnet, danach wird nicht auf ISDN-Niveau gedrosselt, sondern auf 1Mbit/s. Außerdem wird der Zugriff auf das 3G-Netz beschränkt. LTE fällt dann weg.

Technisch machbar sind solche Modelle ohne Frage, z.B. wird bei der Telekom-Tochter Congstar der kostenlose “Messaging”-Tarif dauerhaft auf einen sehr geringe Geschwindigkeit gedrosselt. Sobald gezahlt wird, wird die Begrenzung auf einen anderen Wert gestellt und das gekaufte Volumen berechnet.