Die Maus auf Band

Unser Hörer Andreas hat mich auf dieses einstündige Making-Of-Special von der Sendung mit der Maus hingewiesen:

http://www.ardmediathek.de/tv/Die-Sendung-mit-der-Maus/Die-Sendung-mit-der-Maus-Spezial-Wie-wi/Das-Erste/Video?bcastId=1458&documentId=42521062

Die Sendung mit der Maus hat natürlich einen besonderen Platz in meinem Herz: Als ich klein war, hatten wir nur einen Schwarzweiß-Fernseher, aber für die Sendung mit der Maus durfte ich zu den Nachbarn, um die Sendung auf dem Farbfernseher zu sehen. Und ich meine auch Janoschs Traumstunde, aber die Daten aus der Wikipedia wollen nicht so recht dazu passen.

Der Produktionsablauf, der gezeigt wird, fasziniert mich: Es wird zwar schon digital produziert, aber nur oberflächlich. Der Komponist faxt seine Noten zum digitalen Produzenten. Zwischen Redaktion, Produktion, Postproduktion, Finishing und Sender wird ein wilder Mix aus Bändern, DVDs und Sendebändern, die auf Disc daherkommen, hin- und hergetragen.

“Du kannst jetzt eine Kopie [von dem Sendeband] machen, für die Gebärdensprache-Version und die Untertitel” ist heute schon irgendwie ein bemerkenswerter Satz, wenn es dafür auch einen Server geben könnte.

Das einzige Element, das scheinbar ernsthaft digital existiert, sind die Maus-Animationen.

(Fast?) alle Rechner, die zu sehen sind, sind Macs von teilweise erheblichem Alter. Dicke 2010er iMacs, 2008er Mac Pros, eine Reihe von dicken MacBook Pros und ein einsamer 2013er Mac Pro beim Tonmeister, der auch nicht mehr weiß, warum er sich den angeschafft hat. Und natürlich läuft darauf Final Cut 7 forever.

Alles nicht wirklich überraschend, aber sehr interessant anzusehen. Wie hätte das Making-Of 1985 ausgesehen? Nicht viel anders, nur noch mit mehr echten Bändern.