Telekom-Quartalszahlen

Also doch einfach eine Preiserhöhung?
Obermann verspricht Flatrates auch 2016, allerdings zu höheren Preisen. Keine Äußerung zu “Managed Services” und Netzneutralität in diesem Post.

Zahlen Q1/2013

Breitband-Anschlüsse, Privatkunden: 10,035 Mio (- 4.000)
davon VDSL: 1,0 Mio
davon mit IPTV, Sat: 1,866 Mio (+ 62.000)

Festnetz-Anschlüsse, Privatkunden: 17,536 Mio (-253.000)
davon IP-basiert: 1,119 Mio (+ 263.000)

Neue Glasfaser (FTTH) Anschlüsse: 6.000

(Veränderungen zum Q4/2012)

Quelle: Telekom

Zur Einordnung: In Deutschland gibt es etwa 40 Mio Haushalte.

Meine Telekom-Alternativen

Wenn ich denn nun kündigen wollte (ich will, Vertrag läuft noch bis 2014), wie sähe es mit den Alternativen für mich aus, ohne selbst den Spaten in die Hand zu nehmen, wie es der Telekom-Sprecher so schön ausdrückte? Ich brauche für den Betrieb hier eine unterbrechungsfreie Versorgung. Ohne Netz gibt es kein Bits und so.

Glasfaser von M-net

Mein Favorit, die Stadtwerke München/M-net sind dabei, München mit einem eigenen Netz zu versorgen. Wann sie hier, am buchstäblich letzten Haus vor dem Ortsschild angekommen sind, sollte man wohl in Jahren messen, flüstert mir ein Vögelchen. Das Warten sollte sich aber lohnen. M-net ist sich selbst laut offizieller Ansage der Tatsache verpflichtet, dass es nur ein Kabel ist.

3G/LTE

Abgesehen von den nicht existenten Tarifen ist auch im Gebäude kein Empfang möglich. Ein, zwei Balken Edge sind schon das höchste der Gefühle.

VDSL bei O2/Vodafone

Die beiden Wettbewerber laufen auf der angemieteten Telekom-Leitung. Allerdings ist im Gebäudeanschluss keine Leitung mehr frei. Das heißt, die Telekom müsste von meiner jetzt genutzten Leitung runter und den Konkurrenten drauflassen. Ob das ohne Unterbrechung von statten gehen wird? Auf einen ungesicherten Versuch werde ich es nicht ankommen lassen.

Kabel Deutschland

Bringt die Gemüter wohl zum Kochen, vor allem dort, wo es einfach dauergestört oder langsam ist. Anderen missfällt das schäbige Shaping bei Speedtests und die Drosselung von Filesharing ab 60GB/Tag. Teilweise mag das auf einem Shared Medium wie dem Fernsehkabel gerechtfertigt sein, die fehlende Offenlegung der Eingriffe geht natürlich eigentlich nicht.

Laut Hotline ist mein Standort zumindest theoretisch für einen 100/6Mbit-Anschluss ausgebaut, ich habe aber vermutlich einen großen Wohnblock mit vielen potentiellen Störern auf der Leitung zwischen mir und dem nächsten Verteiler. Es bleibt also keine andere Möglichkeit, als es zu testen. Sollte die Leitung gut sein, kann ich vielleicht auch etwas mehr als die 6Mbit Upstream aus der Leitung holen. Ich habe den Geschäftskundenanschluss beauftragt und habe damit für effektiv 35 Euro pro Monat:

  1. einen Fallback, falls die Telekom eine technische Störung haben sollte
  2. eine Absicherung für einen wahrscheinlichen, wochenlangen Ausfall bei Umstellung auf einen Telekom-Konkurrenten auf der Kupfer-Doppelader
  3. Spaßige Bastelmöglichkeiten mit VPN Bonding, meinen Upstream auf vielleicht 16Mbit/s zu beschleunigen

Telekom: Welche Bandbreite?

Dass die Argumentation der Telekom hanebüchen ist, sollte inzwischen ja klar sein. Aber sehen wir uns das nochmal an:

Aus dem Telekom-Blogpost: Neue Spielregeln für DSL?

Auf der einen Seite wächst das Datenvolumen exponentiell. Die Netze müssen also massiv ausgebaut werden und das kostet Milliarden. … Eine Lösung wäre tatsächlich, das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen zu begrenzen. Der Vorteil ist, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchen. Bisher ist es so, dass sämtliche Nutzer die intensivere Nutzung einiger quersubventionieren.

Aus Obermanns Brief an Minister Rösler:

[Es werden] … Begriffe wie Netzneutralität und Sicherstellung von Wettbewerb dahingehend missbraucht, einen Flatrate-Anspruch auf unbegrenztes Datenvolumen im Internet zu zementieren. Bei der immensen Steigerung der Verkehrsmengen und der immer größeren Leistungsanforderung an die Netze wird das aber dauerhaft nicht funktionieren

Aus dem DRadio-Gespräch, angesprochen auf den tatsächlich sehr geringen Preis von Backbone-Bandbreite (im kleinen Maßstab, z.B. bei Hetzner für 6,90€/1000GB), etwa bei 19:30 in der Aufzeichnung.

Timo Hetzel: Wie kann diese Bandbreite auf dem Telekom-Netz irgendwie teurer sein als im richtigen Internet?
Telekom-Sprecher: Das ist ganz erstaunlich, dass uns dieses Argument immer entgegengehalten wird. Wir haben nie gesagt, dass die Bandbreite für die Telekom teuer ist. Was wir sagen ist, dass a) die Umsätze sinken … und dass b) Milliarden in den Netzausbau investiert werden müssen. … Da geht es auch nicht um den Backbone-Verkehr, auch das ist ein Argument, das uns immer entgegengehalten wird. Wir haben nie über Backbone-Verkehr argumentiert. Wir haben gesagt, das Netz muss ausgebaut werden. Und das ist natürlich primär das Anschlussnetz, was teuer ist, weil dort der Spaten in die Hand genommen werden muss.

Also: Das Volumen im Backbone ist es nicht. Und das Volumen auf der letzten Meile, einer einzelnen Kupfer-Doppelader, offensichtlich auch nicht. Ob ich die letzte Meile 24/7 auf Anschlag nutze oder nicht, erzeugt die gleichen Kosten. Um also angebliche 3% der Kunden völlig sinnfrei zu gängeln, will die Telekom sich dieses PR-Desaster antun?

Nein. Was ist es dann, außer einer verdeckten Preiserhöhung und einer Nebelkerze, um Inhalteanbieter zu “Managed Services” zu drängen?

Hotpluggable eSATA on Vintage Mac Pros

Until Apple finally ships the xMac, I needed an interim solution to ingest hours of ProRes HQ video into Final Cut Pro X from a SATA SSD.

The Mac Pro has, depending on its model year, one or two spare SATA ports on the logic board, and there are a bunch of adapter cables you can get, but these don’t support hotplugging, which was a requirement for me.

I tried this USB3 dongle (on a new Mini + AFP over Gigabit Ethernet), which suffers from the 4GHz Wifi jamming issue, and generally FCPX really isn’t into network mounts that aren’t on a SAN. Even once analysis, thumbnailing and waveforms are done, editing still occasionally stops with a beachball.

I daisy-chained this FW800 case behind my system drive, which also generally works, but also overloads the bus that also holds FCPX and tends to beachball too much for quickly getting the job done.

Third option was getting an expansion card for the Mac Pro. True eight cores, and screamingly fast everything, well, except external buses. Rumor has it that there may be PC USB3 cards that work out of the box, but I couldn’t get one, they’re perma-sold-out to Hackintosh guys, it seems. Sonnet’s USB3 card appears to have issues unter 10.8, and also jams Bluetooth.

But Sonnet still has a bunch of PCIe cards that do eSATA for older machines, down to PowerMac G5s:

sonnet-e2p

The dual port SATA 3 Gbps model is pretty affordable at around 40 Euros, and appears to work well under Mountain Lion. The driver still is maintained, supports hotplugging and I got the full 125MB/s out of the SSD, which I simply put in an upright 2.5″/3.5″ dock with an eSATA port.

Sonnet also has a 4-port 6 Gbps card, which runs at around 150 Euro, but that was a little too much for an interim solution.

Also check out Sonnet’s Tempo SSD cards which add additional internal, bootable ports to your good old Mac Pro.

Telekom-Update

Eine Handvoll Links:


Zwei Ausschnitte aus der Bits und so #327


Sehr, sehr guter Beitrag (Audio + Text): Schnelles Internet ausgebremst beim Deutschlandfunk
(via Tim)

Die Telekom begrenzt nicht einfach nur das Datenvolumen, sondern schaltet den Anschluss de facto ab

Das erste ist, dass man damit im Grunde einen Dammbruch schafft, weil es das erste Mal der Versuch ist, ein Zwei-Klassen-Internet einzuführen.


Telekom: Flatrate-Kappung für alle Kunden, Managed Services für alle Anbieter:

Die von der Telekom geplanten Obergrenzen für den monatlichen Datenverkehr bei Festnetz-Flatrates werden spätestens ab 2018 alle DSL-Kunden treffen. … Bisher war bekannt geworden, dass ab dem 2. Mai nur Verträge von Neukunden die neuen Regeln enthalten.

Von einem Best-Effort-Netz wie dem Internet, in dem alle Daten unterschiedlos auf dem bestmöglichen Weg transportiert werden, sind solche Next Generation Networks weit entfernt – und die Argumentation, Entertain sei ein spezieller Dienst, der mit dem Internet nichts zu tun habe, wäre hinfällig.


Ich bin am Samstag von 11 bis 12 Uhr bei DRadio Wissen, um mit Daniel Fiene, Christoph Krachten und Philipp Blank von der Telekom über das Thema zu sprechen.