Routerzwang

Wozu der Routerzwang im Falle von Kabel Deutschland führt:

In meinem aktuellen Vertrag habe ich wohl die Wahl zwischen drei Geräten. Zur Miete versteht sich.

  • Plastik-Müll-Router ohne WLAN (inklusive)
  • Plastik-Müll-Router mit WLAN (kleiner Aufpreis: 2 Euro/Monat, gratis bei Online-Bestellung)
  • Fritzbox (größerer Aufpreis: 5 Euro/Monat)

Und wenn ich nur ein einfaches Modem wollte?

Das lässt sich im Kundencenter von KDG aktivieren. Der Webservice konfiguriert dann meine Box um. Gruselig? Ja, genau.

kdg-bridgemode

Das zeigt auch: Die Option mit und ohne WLAN kommt nur aus dem Config-File, das sich die Box beim Booten aus dem Netz zieht. Die Hardware kann WLAN, schaltet es aber auf Befehl des Netzbetreibers ab.

In der Praxis lässt sich wohl noch etwas schummeln und man bekommt auch eine Fritzbox von eBay am eigenen Anschluss zum Laufen. Aber nach den Vorstellungen von Kabel Deutschland kostet der einzige technisch akzeptable Router eben über die Vertragslaufzeit 120 Euro Miete. Hält er etwas länger durch, wirft er Gewinn ab.

Die Telekom liefert der Konkurrenz natürlich eine schöne Steilvorlage für die Werbung:

Aber ich sehne mich nach dem Tag, an dem ein ISP mit den Worten wirbt:

Ein Kabel mit Internet; ohne Blödsinn.