Tesla Mobile Connector

Feiger Disclaimer: Laut Tesla soll der UMC nicht an Fremdfabrikaten genutzt werden. Macht das also nur auf eigene Verantwortung, und vermutlich möchte Tesla auch keine Garantie/Gewährleistung übernehmen, falls ihr das trotzdem tut. Inwiefern das Gerät am jeweiligen Stromanschluss zu nutzen und abzusichern ist, muss euer Elektriker beantworten.

Tesla legt jedem Auto ein kleines mobiles Ladegerät, aka Ladeziegel bei. Im Unterschied zu den meisten anderen Herstellern ist der Universal Mobile Connector “UMC” allerdings auch dreiphasig zu benutzen und es gibt eine Vielzahl an praktischen Adaptern für allerlei europäische Stromstecker.

Der UMC ist nicht im freien Verkauf, selbst die niederländische Tesla-Website, die ansonsten allerlei Zubehör wie stationäre Wallboxen an NL-Adressen verkauft, listet den UMC nicht einmal. Der Preis sollte bei etwa 500-600 Euro liegen. Update dazu folgt hier. Wer also einen UMC nutzen möchte, ist auf die Mithilfe eines Teslafahrerfreundes angewiesen. Das machen die sicher gerne, schließlich sind sie ohnehin andauernd im Service-Center. Auf eBay scheint die Auswahl relativ dünn zu sein.

Laut der Anleitung und dem Label auf dem Gerät soll der UMC nicht an Fremdfabrikaten betrieben werden. Es geht auch tatsächlich nicht mit jedem Fahrzeug, in den einschlägigen Foren wird wie so oft v.a. die Renault Zoë als etwas wählerischer herausgestellt. Unter Umständen gilt das damit auch für den recht verwandten Smart ED.

Allerdings funktioniert der UMC sehr wohl an einer ganzen Reihe von Fahrzeugen. Ich habe einen UMC 2. Generation, Bj 2018, am e-Golf 2. Generation und am Hyundai Ioniq erfolgreich getestet. Foren sprechen auch von Erfolg beim i3.

In Deutschland ist in der praktischen kompakten Tragetasche ein dreiphasiger 16A-Adapter CEE rot und ein einphasiger Schuko-Adapter mit 13A beigelegt. Im Tesla-Zubehörshop gibt es außerdem für je 90 Euro Adapter für die jeweiligen Schuko-Äquivalente für Italien, Frankreich, etc. 13A Dauerlast auf Schuko sind durchaus sportlich. Die Dose wurde hier im Test deutlich mehr als handwarm. Der UK-Adapter ist wohl auf 10A kodiert, obwohl der das eigentlich besser wegstecken können sollte.

Der UMC kann laut Typenschild entweder dreiphasig 16A, also 11kW, oder einphasig 32A, also 7kW liefern.

Insbesondere für Ioniq-Fahrer könnte ein Adapter aus Norwegen interessant sein: Dort wird eine größere Variante vom Campingstecker, nämlich eine blaue CEE 32A verkauft, die man hier selten sieht, mit der der Ioniq mit seinem einphasigen Ladegerät allerdings doppelt so schnell geladen ist. Zu den Details dazu muss wieder der Elektriker gefragt werden.

Wäre die Nutzung offiziell freigegeben, und wäre er im freien Verkauf, wäre der UMC eine sehr attraktive Alternative zum einfachen Ladeziegel. Das Exemplar, das VW zum e-Golf beilegt, sieht dagegen aus wie aus dem VEB Elektrokraftwagen.