Podcast-Apps: Nicht so einfach

Die Sache mit den Podcast-Apps für Smartphones scheint eine recht individuelle zu sein. So wie Podcasts auch inhaltlich eine recht individuelle Angelegenheit sind. Wir sagen übrigens auch nicht mehr “Podcatcher” oder “Podcast-Client”. Das ist 2007.

Instacast ist heute leider nach einer längeren Geschichte voller Missverständnisse eingestellt worden. Castro, Overcast, Downcast, Pocket Casts, die Podcasts.app von Apple und eine Handvoll kleinerer Apps sind unter iOS verfügbar.

Was muss die App leisten? Feeds abonnieren, Episoden herunterladen und wiedergeben. Einfach, oder?

  • Brauchen wir aber ein Verzeichnis, oder scrapen wir das iTunes-Verzeichnis, oder tragen die User Feed-URLs ein?
  • Werden die Feeds auf dem Server gecrawlt, oder machen das die iPhones selbst?
  • Was ist mit Premium-Feeds hinter einem Login?
  • Audio machen alle, aber was ist mit Video?
  • Shownotes! Alle, mit Links, oder nur die Kurzbeschreibung? Und bitte hübsch zu lesen!
  • Mediendateien: Downloads und/oder Streaming? Losstreamen und nahtlos in den Download übergehen?
  • Playlisten: Manuell, mit Smart, eine/viele? Endloses Playback, oder manuelle Auswahl?
  • Mehrfache Geschwindigkeit: Global, pro Podcast, mit Bordmitteln, oder mit Extrawürschten und gekürzten Pausen?
  • Skipping: Feste Sekundenzahlen, oder konfigurierbar oder dynamisch?
  • Sharing: Eigene Website, auf die Website des Podcasts?
  • CarPlay: Wenn Apple das goldene Ticket ausstellt?
  • Schlummertaste: Reicht der Systemtimer, oder eigene in der App?

Alle obigen Optionen: Jeweils konfigurierbar?

Und all diese Basics bitte stabil, ohne schlimme Bugs, und bitte mit allen Feeds und Mediendateien in der freien Wildbahn kooperieren. Und Kapitel-Support natürlich.

Nicht so einfach. Nicht als Autor einer Podcast-App. Und nicht einfach für den ambitionierten Nutzer, der sich für eine entscheiden soll.