Telekom: “Niemand wird gewechselt”

Vor etwas über einem Jahr hat die Telekom ihr Drosselexperiment im Festnetz gestartet, das ja im Mobilfunk schon so wunderbar funktioniert. Damals war ich bei DRadio Wissen in einem Gespräch mit Philipp Blank, Sprecher der Telekom zu Gast.

Ab Minute 7:

Timo Hetzel: Wie ist das denn mit der Umstellung auf die neuen sogenannten All-IP Anschlüsse? Wenn ich jetzt meinen alten ISDN- oder meinen alten Analog-Anschluss mit alter AGB habe und bis, sagen wir 2018, wird das ganze Netz, die ganze Vermittlungstechnik auf die neue Technologie umgestellt, dann wird doch da auch die neue AGB angewendet, ist das nicht auch so?

Philipp Blank: Also es ist richtig, dass wir bis 2018 auf IP umstellen wollen, weil IP deutliche Vorteile hat gegenüber der alten Technik. Ich kann jetzt aber noch nicht sagen, wie 2018 die AGB aussehen. Aber es stimmt natürlich: Wenn ein Kunde auf einen IP-Anschluss wechselt, ist das ein neuer Vertrag, ja.

Timo Hetzel: Wenn er gewechselt wird, das ist der Punkt. Er hat ja keine Wahl.

Philipp Blank: Niemand wird gewechselt, niemand wird gewechselt. Ein Kunde entscheidet sich selbst, ob er seinen Vertrag wechselt oder eben nicht.

Heute meldet die Verbraucherzentrale Sachsen:

Kunden, die einen Festnetzanschluss bei der Telekom haben, könnten in diesen Tagen von einem Schreiben des Bonner Telekommunikationsunternehmens überrascht werden. Die Angeschriebenen werden gebeten, sich für einen der neuen Tarife zu entscheiden. Andernfalls müsse die Telekom in absehbarer Zeit den Anschluss kündigen.