München Ticket Ticketversanderläuterungshinweise

Tl;dr: Nur vorab bezahlte Tickets können an der Abendkasse abgeholt werden.
Wer während der Bestellung von Papiertickets nicht per Kreditkarte bezahlt hat, muss an der Hotline nach den Überweisungsdaten fragen und so vorab bezahlen: 089/54818181

Hier ist die Auswahl der Versandart:

mt-versand

Alles gelesen? Über 450 Wörter Erläuterungen. Wer findet den Fehler? Es fehlt die Möglichkeit, die Karten zu bezahlen und sie an der Abendkasse abzuholen. An der München Ticket-eigenen Abendkasse im Gasteig, einem Veranstaltungsort, der exklusiv von München Ticket bedient wird.

Das verwirrt und verärgert die sicherlich nicht völlig winzige Gruppe von Kunden, die außerhalb Münchens wohnen und keine 6,90 Euro für den Versand bezahlen wollen und auch keine Kreditkartenzahlung nutzen.

Wer hier die Abholung klickt und nicht bezahlt, bekommt im Anschluss eine Mail, dass seine Plätze in einigen Tagen wieder verfallen, wenn er sie nicht in München abholt. Für die Besucher aus Flensburg vermutlich keine Option.

Und sonst noch so:
Die Veranstaltung, die um 12 Uhr in den Verkauf gehen soll

  • Ist an der Hotline um 12 Uhr verfügbar
  • Online so gegen 12:10 Uhr verfügbar
  • Und die freie Platzwahl gesellt sich um 12:30 dazu

Wer sich für das PDF-Ticket entscheidet, bekommt eines. In feinster 1984-Fax-Optik. Für eine Bearbeitungsgebühr von 1,90 Euro. Vom Veranstalter wird freilich auch eine (weit höhere) Gebühr pro Ticket einkassiert.

pdf-pixelbatzen

Insofern finde ich die Tagline “Serviceeinrichtung der Stadt München” doch etwas hoch gegriffen. Es müsste doch auch der Stadt, beteiligt zu je 50% über die Gasteig- und Olympiapark-Gesellschaften, daran gelegen sein, dieses Chaos kundenfreundlicher zu gestalten.

Ein Haar im Stream

bus338-wimper

Monsters Ate My Keychain Entitlements

In a recent update, keychain-access-groups somehow got wiped out somewhere between Archiving the app and App Review. I didn’t notice until weird requests missing their credentials arrived on the server.

I believe this may be an App Store bug, or something going wrong in the uploader, as my submitted xcarchive still has the correct entitlements in the embedded.mobileprovision. But if I download the App through iTunes, the keychain-access-groups are missing from the binary.

iTunes Connect also doesn’t list the Entitlements in the released version’s Binary Details.

So, before you click “Release this version” on iTunes Connect, make sure the Keychain Entitlements actually made it to the store.

Apple dev support also can’t do anything about this right now, as the portal is down for them as well. I submitted a new update and wait for iTunes Connect support to wake up and maybe pull the bad version.

iTC support, although very open to suggestions, still does not support pulling bad updates. So this means another trip down to the review lair.

Update: @Fahrtenbuch hit a similar problem with iCloud entitlements. Looks like the issue is in the Archive command in Xcode. Look for the archived-expanded-entitlements.xcent file and check its content in your .xcarchive. This seems to be what is used by the App Store for production signatures.

PubSubHubbub

PubSubHubbub. Oder kurz: PuSH. Nicht der Push zum iOS-Gerät, sondern die Website, die ihre Subscriber anschubst.

Sollte theoretisch dafür sorgen, dass dieser Post in Echtzeit zu App.net wandert, via PourOver.

Update: Praktisch klappt das aber nicht.

Pakt gegen das Internet

Die SZ mit einem grandios absurden Artikel: Pakt gegen die Internet-Giganten.

Wie sich die Telekom sich mit Firefox OS (!) vor Apple, Google und Samsung retten will.

Die Mobilfunkanbieter haben es satt, immer nur im Schatten der strahlenden Internetkonzerne zu stehen, immer nur der Klempner der Netze zu sein, derjenige, bei dem sich der Kunde beschwert, wenn das Youtube-Video auf dem Handy wackelt.

Bitte nichts gegen Klempner. Das Youtube-Video wackelt, weil sich die Telekom gegen das Peering sträubt und bei Google abkassieren will, anstatt ein guter Internet-Mitspieler zu sein.

Bei Firefox können sich die Mobilfunkanbieter selbst noch einbringen, um die Software beispielsweise etwas sicherer zu machen. Das gibt ihnen auch die Möglichkeit, wieder etwas näher ins Bewusstsein ihrer Kunden zu rücken

Diese Aussage kein Sinn.

Und wer nah am Kunden ist, der kann diesen dann irgendwann auch wieder zur Kasse bitten. Auch das ist wichtig für die Deutsche Telekom. Das Unternehmen steckt Milliarden in den Ausbau seiner Netze. Die enormen Gewinne aber aus all den Diensten, die landen im Silicon Valley.

Woher kenn ich den Spruch nur?

Denn an der offenen Software haben auch die Entwickler in den Forschungslaboren der Deutschen Telekom mitgearbeitet. Sie haben die Technik so angepasst, dass der Kurznachrichtendienst Joyn darauf gut läuft. Oder sich mit dem Smartphone auch bezahlen lässt. Es sind Dienste, die bislang erst wenige Menschen nutzen, aber von denen sich die Telekom das Geschäft der Zukunft erhofft.

Joyn! Die Zukunft der Telekom. Joyn!

Peering mit der Telekom

Einige Leseempfehlungen zu den Durchsuchungen bei Telekom, France Telecom und Telefonica.

2005: c’t aktuell

Die lange zelebrierte Einigkeit ist offensichtlich passé, der Markt wird knallhart. Große Tier-2-Provider wie die Deutsche Telekom trennen schon seit einiger Zeit sukzessive ihre Backbones (Depeering) von der vermeintlich kleineren Konkurrenz. Jetzt gibt es auch zwischen den Tier-1-Carriern, also jenen wenigen Global Playern, die ohne Fremdhilfe Zugang zum gesamten Internet bieten können, Krach.

2010: Obermann will Google zur Kasse bitten

Wir können nicht alles umsonst anbieten, zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen.

2011, Focus Online: YouTube – Lange Ladezeit verärgert Telekom-Kunden

Der Konzernsprecher deutete an, dass die Telekom solche Engpässe künftig nicht kostenlos beheben wolle. „Wir werden uns darüber unterhalten müssen, dass verkehrsintensive Anbieter wie ‚Youtube’ dafür bezahlen, dass ihre großen Datenströme von uns gemanagt werden.“

2013: [France Telecom]/Orange: “Google bezahlt uns für Youtube-Datentraffic”

2013: Gleiches Spiel zwischen Cogent und Verizon bei Netflix, Gigaom

Netflix’s growing popularity has made it a target of ISP (internet service providers) vitriol and anger, especially those who offer competitive services. Verizon, for instance owns 50 percent of Redbox, a video-over-the-Internet service that is competitive with Netflix. Time Warner Cable and Comcast are other large providers that has allowed degradation of the online video experience on its networks — after all the logic is that as people start to have a bad Netflix experience, they start to look for alternatives — perhaps the ISP’s own pay TV offering.

Und jetzt zu den Durchsuchungen:

Golem: Wegen Benachteiligung beim Peering durchsuchte die EU-Kommission Standorte der Deutschen Telekom, Telefónica und Orange. Beschwert hat sich der US-Konzern Cogent Communications.

Telekom-Sprecher Philipp Blank erklärte Golem.de: “Die Deutsche Telekom ist über die erneuten Untersuchungen im Bereich von Internetverkehr sehr verwundert. Bisherige Vorwürfe haben sich als haltlos herausgestellt. Deshalb wurden entsprechende Verfahren vor nationalen Regulierungsbehörden, die sich intensiv mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt haben, eingestellt. Die Telekom ist im globalen Markt für Internetverkehr intensivem Wettbewerb ausgesetzt. Dieser Markt wird von US-Großanbietern dominiert, insofern sind wir hier der falsche Adressat. Die Telekom arbeitet eng mit den Behörden zusammen, um den Sachverhalt aufzuklären. Es geht hier nicht um den Markt mit Endkunden, sondern um den globalen Internetverkehr zwischen Carriern. Da gibt es teilweise schon länger Streit zwischen Europäern und amerikanischen Konzernen.

Ich bin, wenig verwunderlich, kein bisschen verwundert.

Auch auf Carrier-Seite muss sozusagen die Netzneutralität festgeschrieben werden, der Missbrauch einer beherrschenden Marktposition verhindert werden.

Mitteilung der EU-Kommision

Internet players interconnect with each other through a combination of wholesale services to cover all possible Internet destinations. Internet connectivity allows market players (e.g. content providers) to connect to the Internet so as to be able to provide their services or products at the retail level. This service is crucial for the functioning of the Internet and for end users’ ability to reach Internet content with the necessary quality of service, irrespective of the location of the provider.

Routerzwang

Wozu der Routerzwang im Falle von Kabel Deutschland führt:

In meinem aktuellen Vertrag habe ich wohl die Wahl zwischen drei Geräten. Zur Miete versteht sich.

  • Plastik-Müll-Router ohne WLAN (inklusive)
  • Plastik-Müll-Router mit WLAN (kleiner Aufpreis: 2 Euro/Monat, gratis bei Online-Bestellung)
  • Fritzbox (größerer Aufpreis: 5 Euro/Monat)

Und wenn ich nur ein einfaches Modem wollte?

Das lässt sich im Kundencenter von KDG aktivieren. Der Webservice konfiguriert dann meine Box um. Gruselig? Ja, genau.

kdg-bridgemode

Das zeigt auch: Die Option mit und ohne WLAN kommt nur aus dem Config-File, das sich die Box beim Booten aus dem Netz zieht. Die Hardware kann WLAN, schaltet es aber auf Befehl des Netzbetreibers ab.

In der Praxis lässt sich wohl noch etwas schummeln und man bekommt auch eine Fritzbox von eBay am eigenen Anschluss zum Laufen. Aber nach den Vorstellungen von Kabel Deutschland kostet der einzige technisch akzeptable Router eben über die Vertragslaufzeit 120 Euro Miete. Hält er etwas länger durch, wirft er Gewinn ab.

Die Telekom liefert der Konkurrenz natürlich eine schöne Steilvorlage für die Werbung:

Aber ich sehne mich nach dem Tag, an dem ein ISP mit den Worten wirbt:

Ein Kabel mit Internet; ohne Blödsinn.